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Hackathons aus der Sicht eines Teilnehmers

Barcamp, Meetup, Hackathons: Es gibt viele Formate für Organisationen, um Menschen zu verbinden und Ideen zu entwickeln. Hackathons sind besonders bei Unternehmen sehr beliebt, um neue Ideen zu entwickeln, eigene Mitarbeiter auszubilden oder neue für das Unternehmen zu begeistern. Ich

Bei welchen Hackathons war ich bereits dabei?

Mein erster Hackathon war der Symbioticon 2016 der Sparkassen Finanzgruppe. In einem komplett neu formierten Thema haben wir einen Prototypen für die Knax Taschengeld App erstellt, die seit Anfang 2018 auch online verfügbar ist. Im selben Jahr habe ich noch an dem Bankathon von figo teilgenommen und den Chatbot knochenbrecher zum Teilen von Rechnungen erstellt. Nach einer Hackathon-Pause habe ich Ende 2017 an der Hypermotion in Frankfurt teilgenommen und konnte mit auch wieder einem zusammengewüfelten Team die Jury mit der Idee eines Dashboards für die Erkennung von Zugverspätungen über Videoanlayse überzeugen und gewinnen. Im letzten Jahr hatte ich einen Reinfall mit einem Hackathon zu Alexa in der Zeitungsbranche und dann später wieder eine erfolgreiche Teilnahme bei dem Symbiotiocon 2018.

Was war die Motivation für meinen ersten Hackathon?

Meine erste Teilnahme bei einem Hackathon war kurz vor der Gründung des Startups Privalino. Ich war lange an der Uni hatte den Eindruck, dass ich mehr über Webentwicklung lernen musste, damit ich auch im Startup schnelle Demos aufbauen kann. Deswegen bin ich als Einzelperson angereist und habe dort andere Entwickler gesucht, die ebenfalls ohne Team dort waren und Erfahrung im Bereich Webentwicklung haben.

Das Team war schnell gefunden und ich konnte einen Beitrag für den Gesamterfolg mit Komponenten für die Sprachverarbeitung leisten. Kurzfristig wichtiger war für mich, dass ich im Laufe der drei Tage viel zu den Best Practices und Technologien für die Webentwicklung leisten konnte. Damals konnte ich noch nicht wissen, dass einer im Team ein Mitgründer von Privalino werden würde.

Warum mache ich bei Hackathons immer wieder mit?

Ein Hackathon bedeutet für mich mindestens eine schlaflose Nacht, wenig Bewegung und komplette geistige Anstrengung. Ein Hackathon bedeutet für mich jedoch auch eine großer Schub Motivation, da ich mich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen, neue Technologien kennenlernen und andere Entwickler treffen konnte. Vor dem Hackathon gibt es einige Gründe, weswegen ich mich anmelde: Das Thema oder die Technologie ist interessant, ich suche Mitstreiter für andere Projekte oder das Preisgeld ist attraktiv. Selten wird ein Hackathon wie man ihn erwartet aber fast profitiert man davon. Ich habe über einen Hackathon einen Kollegen gefunden mit dem ich seitdem einige coole Projekte gestartet habe und über Kontakte beim Hackathon konnte ich einige Kunden gewinnen.

Was lernt man bei Hackathons?

Am meisten habe ich bei den Hackathons gelernt, bei denen ich mit neuen Technologien gearbeitet habe. Während eines Hackathons habe ich mich Alexa auseinandergesetzt. Der Hackathon selber war leider nicht erfolgreich, aber dafür konnte ich ohne Druck die Technologie kennenlernen. Das geht natürlich auch zu Hause, aber zusammen mit anderen Entwicklern die jede Menge Tipps geben, wird es viel einfacher. Durch das Pitchen von Ideen auf Hackathons kann ich viel entspannter mit der Situation umgehen. Egal wie oft man Präsentieren vor dem Spiegel oder in Workshops übt, die Praxis in einem Hackathon zahlt sich aus. Auch wenn die Demo nicht funktioniert oder das Mikro ausgeht, man hat schon alles erlebt.

Ein Lerneffekt bei Hackathons ist die Ideengenerierung auf Knopfdruck. In einem Hackathon muss das Team zu Beginn Ideen entwickeln. Welches Problem müssen sie lösen? Für wen müssen sie es lösen? Ist die Idee realistisch? Für diesen Prozess ist nur wenig Zeit und dazu müssen alle im Team involviert und begeistert werden. Das ist ebenfalls im Unternehmen wichtig und spätestens wenn der CEO im Meeting nach Ideen fragt, ist die Erfahrung aus den Hackathons wertvoll.

Welche Tipps gibt es für die Vorbereitung?

Für die Vorbereitung eines Hackathons ist es hilfreich, wenn man sich bereits mit der Technologie oder dem Thema beschäftigt. Ich schaue mir immer die vorgestellte APIs an. Das kann eine API für das Banking oder für Gesichtserkennung sein. Oft gehe ich die Tutorials durch und erstelle einen Mini-Prototypen, damit ich im Hackathon keine weiteren Bibliotheken installieren muss. Die Vorbereitung auf das Thema ist ebenfalls sehr wichtig. Ich habe wenig Erfahrung im Einzelhandel. Wenn ich also einen Hackathon zu dem Thema besuche, verbringe ich ein wenig Zeit mit dem Stöbern nach wichtigen Akteuren und deren Herausforderungen. Ich versuche in der Vorbereitung mit Leuten zu sprechen, die in der Branche arbeiten und lasse sie am liebsten darüber schimpfen, was ihnen tagtäglich die größten Probleme bereitet. Daraus entstehen die besten Ideen für Hackathons.

Als unmittelbare Vorbereitung für Hackathons versuche ich die Tage vor dem Hackathon viel zu schlafen und möglichst wenig Kaffee und Softdrinks zu trinken. Dann wirkt der Club-Mate um Mitternacht noch besser und bringt den letzten Schliff in die Demo am nächsten Tag.

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